Goldene Regeln

Wenn an der Börse die Musik spielt dann tanzt Du mit! Denn nichts ist gefährlicher als die Spaßbremse zu spielen. Deine Meinung ob die Party zurecht stattfindet, falsch oder überzogen ist interessiert niemanden. Vergesse auch niemals dass Partys lange dauern können, länger als Du solvent bist. Also, Klartext. Niemals, wirklich niemals gegen den Trend stellen. Niemals das Stimmungshoch der Party erwischen wollen, niemals zu früh heim gehen, denn man weiss nie wie lustig es werden kann …

Kurslücken sind anziehender als jeder Magnet. Wenn Du glaubst, dass sich der Markt mittelfristig in eine Richtung verändern sollte, vergiss niemals nachzusehen ob er nicht Kurslücken hinterlassen hat. Falls ja, vergiss deine Idee, denn Kurslücken werden zurück erobert. Mittelfristige Positionen werden nur eingegangen wenn der Nasdaq lückenlos ist.

Jede Position hat einen Stopp. Nicht nur im Kopf sondern auch im Markt. „Ohne Stopp wirds ein Flopp“ lautet ein gängiger Spruch. Man sollte Stopps als eine rote Ampel sehen. Klar, es ist für jeden möglich sie nicht zu beachten und einfach drüber zu fahren. Macht man es zu oft wirds aber sehr gefährlich, das ist beim Börsenhandel nicht anders als im Straßenverkehr.

Die Positionsgröße orientiert sich am maximalen Depotrisiko. Vor der Eröffnung der Position muss man sich im Klaren sein, wo die Ursprungsidee – der Grund warum man sich in die gewählte Richtung entschieden hat – nicht mehr stimmt und überdacht werden muss. In jedem Falle muss der Punkt VOR dem Einstieg bestimmt werden, wann man falsch ist und wieder auszusteigen hat. Der Abstand zw. Einstieg und Ausstieg bildet den Verlust pro Einheit. Die Anzahl der Einheiten berechnet sich dann mit dem maximal zulässigen Depotverlust. Es ist außerordentlich wichtig, die Auswirkung aufs Depot bei einem Fehltrade so gering wie nur möglich zu halten, denn es können je nach Strategie 10 oder 20 Fehltrades hintereinander vorkommen. Profis gehen im Gegensatz zu vielen Hobbytradern selten mehr als 1% Depotrisiko pro Position ein. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass man sich mit der Positionsgröße stets wohl fühlen muss. Sobald man das Gefühl hat ein „zu großes Rad“ zu drehen, kommt es sehr schnell zu folgeschweren Fehlentscheidungen.

Bleib flexibel, denn Hoffnungen haben beim Handeln nichts verloren. Es gehört oft mehr Mut dazu, seine Meinung zu ändern, als ihr treu zu bleiben. Deshalb muss ich meine Handelsentscheidungen täglich prüfen und neu bewerten und im Bedarfsfall emotionslos eingestehen falsch zu liegen. Um selektive Wahrnehmungen objektiv prüfen zu können, können feste Kauf- und Verkaufssetups mit Hilfe von Charts helfen. Wichtig ist, sich eingestehen zu können dass eine Entscheidung nicht korrekt war und alle Konsequenzen dafür selbst zu tragen. „Lerne das Verlieren“ heißt es gern in diesem Zusammenhang. Gerade in der heutigen Leistungsgesellschaft  eine sehr große Herausforderung. Tradingverluste sind der Preis der Performance und keine Niederlage.

Jeder Verkauf ist eine StoppLoss Ausführung, denn es gibt niemanden, der die Topps und Lows erwischt. Niemand kann im Vorfeld erahnen ob sich ein Ausbruch nicht als Trend erweisen kann, und falls dies passiert ist nichts schädlicher und ärgerlicher als zu früh auszusteigen. Deshalb wird der Stopp stets nachgezogen, denn Trends können länger andauern als anfangs gedacht. Diese Regel ist gold wert, wenn es darum geht Gewinne laufen zu lassen und Verluste zu begrenzen

 

Das befolgen dieser Regeln liest sich einfach, ist es aber nicht. Die menschlichen Eigenschaften widersprechen diesen und so kommt es häufig zu Fehlentscheidungen. Seit ich diese Regeln befolge, bin ich in der Lage anhaltende Erfolge zu verzeichnen. Je mehr ich diese Regeln beachte, desto besser wird mein Trading. Ich würde jedem empfehlen nach festen Regeln zu handeln und sein Handeln auf Regelbrüche hin zu überprüfen.

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Responses

  1. danke für die goldenen regeln…

    das mit der börse ist neuland für mich und über jede komptente info bin ich höchst dankbar..


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