Verfasst von: turboluke | 11. Juli 2010

Paul? Wer ist eigentlich Paul?

Prognosen aufstellen wie die mittlerweile weltweit bestaunte Krake aus igend einem Oberhausener Aquarium – davon träumen nicht nur Sport-Wetten-Liebhaber. Auch an der Börse wünscht sich manch einer diese unglaubliche Trefferquote. Aber ist es das wirklich? 90-100% sichere Prognosen aufstellen und reich werden?

Wenn Paul mit dieser Wahrscheinlichkeit Börsenrichtungen prognostizieren würde, wette ich, dass trotzdem ein nicht unerheblicher Anteil der Gläubiger pleite gehen würde. Das aus einem einfachen Grund, der übrigens viel zu selten in irgend einem Börsenforum oder einem Börsendienst vermittelt wird: Die Prognose hat maximal 30% Anteil am Erfolg. 40% sind das Positionsmanagement (Moneymangement) und 30 % die Psyche. Ein Glücksritter wird niemals in der Lage sein die Coins vom Tisch zu ziehen wenn es gegen ihn läuft. Und wenn es für ihn läuft wird er immer größere Risiken eingehen wollen. Er wird bei einer Pechsträne versuchen mit dem nächsten Versuch alles wieder wett zu machen. Er hat immer die nächste Verdopplung im Sinn, nie die Gefahr, dass Paul heute mal alle veräppeln möchte. Deshalb gilt – auch wenn es bekannte Größen anders behaupten: Eine Analyse ist der NICHT der Baustein eines Trades, sie ist nur ein Bruchteil eines Trades.

Denkt drüber nach, es lohnt sich. Ich kenne den ein oder anderen Trader der sogar völlig ohne Prognose in der Lage ist den Markt zu schlagen. Deshalb schenke ich mir diesmal die Prognose für die nächste Woche, möcht aber um nicht alle zu enttäuschen neutral auf den folgenden Link hinweisen:

http://www.safehaven.com/article/17446/head-and-shoulders-pattern-a-time-symmetry-pattern?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+safehaven%2Fall-articles+%28Safehaven+-+Most+Recent+Articles%29

Eines will ich vielleicht noch loswerden, weil es mich heute ziemlich aufgeregt hat:

Wenn unser Bundestrainer mit einer Mannschaft, die das Zeug hatte den Titel zu holen, jetzt nach einem dritten Platz das Bundesverdienstkreuz verliehen wird, kann ich nur den Kopf schütteln. Ich möchte seine Leistung nicht schmälern, aber in meinen Augen verleiht es der Angelegenheit eine merkwürdigen Beigeschmack und ein falsches Signal an die Jugend – mal davon abgesehen, dass er im Vertragspoker gegen den DFB jetzt ein Paar Asse in den Händen hält… Warum schreibe ich das? Weil ich glaube, dass es was mit Trading zu tun hat.

Ich kenne keinen echten Gewinnercharakter, der sich mit Rang 3 zufrieden gab. Niemals wird man an seine Grenzen (und vielleicht darüber hinaus) gehen können, wenn man sich mit einem dritten Platz zufrieden gibt. NIE wird man es mit einer solchen Mentalität an die Spitze schaffen. Wer sich als Trader das Ziel setzt ein guter Trader zu werden, wird vielleicht ein durschnittlicher. Wer sich das Ziel setzt zu den Besten zu zählen, wird mit etwas Glück ein überdurchschnittlich guter Trader. Aber nur derjenige, der sich zum Ziel setzt DER Beste zu sein und dafür alles gibt, wird es schaffen können. Was will ein solcher Trader mit Platz 3? Auffallend war doch, dass die besonders leistungsstarken Spieler der Deutschen Mannschaft wie z.B. Schweinsteiger untröstlich waren nach der Niederlage gegen Spanien. Schweinsteiger zählt zu den Top-Spielern des Turniers und das aus einem einfachen Grund. Er hat die Sieger-Mentalität, die man dafür braucht.

In diesem Sinne.

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