Verfasst von: turboluke | 8. Juli 2010

bullisher Konter

Immer wenn es an der Börse besonders offensichtlich aussieht, sollte man besonders skeptisch werden. Eigentlich sollte gleich die Gegenposition eingenommen werden, denn die Chance, dass das Offensichtliche eintritt, ist nahe null. Genau diesen Fall haben wir in dieser Woche. Eine große übergeordnete SKS (die in meinen Augen keine ist – Schwamm drüber) und der „Death Cross“, das Kreuzen des MA200 durch den MA50 nach unten. Große Schwächesignale nach klassischer Charttechnik, die auch der Normalo-Anleger nicht übersieht.

Was macht der Normalo in einer solchen Situation? Richtig, er wird sehr neg. eingestellt sein, was die Aktienmärkte betrifft. Das zeigt auch der BPSPX. Nur noch 40% Bullen – aber – was der Normalo nicht sieht: positive Divergenzen

Auch in Foren und Blogs war viel Freude und Euphorie der Bären über das Bullenlager zu lesen – davon möchte ich mich übrigens nicht ausnehmen. In Summe ein perfektes Setting für einen short-squeeze nach Lehrbuch. Wenn die breite Masse bärisch ist, setzen wir auf die Long-Seite, denn jedes Investment ist eine Wette auf die Dummheit der Masse. Das sollten wir nie vergessen.

Jeder Kursindexpunkt ist die Summe von Preisfindungen bzw. Preiseinigungen von Käufern und Verkäufern. Setze ich zu einem Zeitpunkt X auf long, erkläre ich im gleichen Augenblick die Verkäufer für dumm. Hier haben wir ein wunderbares Beispiel dafür, denn in dieser Situation wird die Masse in eine Falle gedrängt um ihr im nächsten Schritt ihre Dummheit aufzuzeigen. Sobald die Masse ihre falsche Positionierung erkennt, reagiert sie mit nervöser Schließung „um jeden Preis“. Wir suchen also stets Punkte bei denen sich die Masse einig istbund nehmen die Gegenposition ein, um bei Drehen der Stimmung alle nach und nach die Positionen schmeißen zu lassen, was zu einer sehr steilen Kursreaktion führt, Stopp-Loss-Market-Order sei dank.

Nichts anderes ist hier passiert. In den vergangenen 3 Tagen konnte der SPX über 50 Punkte zulegen (im Future-Kontrakt). Man hat es also wieder geschafft die Menge auf dem falschen Fuß zu erwischen, und es wäre auch nicht die erste große SKS, die sich als Fehlsignal erweist (s.o.: sehen sie alle, ist die Eintrittswahrscheinlichkeit = 0)

Meine short Positionen wurden am Do letzter Woche geschlossen, und ich schrieb, nach Long-Möglichkeiten suchen zu wollen. Das tat ich auch. Seit Dienstag konnte ich mit 2 Trades mein Wochensoll doppelt ins Trockene bringen und nun suche ich nach einem großen mittelfristigen Long-Einstieg. Das heißt also nichts anderes, als dass ich meinen letzten Kommentar für nicht mehr gültig erklären muss, denn der steile, impulsförmige Anstieg seit der SKS-Bärenfalle weist eindeutig auf einen Boden hin. Denn ausgestoppte Bären nehmen i.d.R. keine neuen short Positionen mehr ein. 1x Finger verbrennen reicht, so denke ich ist die Psychologie dahinter.

Das heutige Bild jedenfalls will mir sagen, dass wir eher neue Highs als neue Lows sehen und mein System springt wieder in den long Modus und verbietet short-Trades. Das ist das was ich los werden möchte.

PS: In eigener Sache: Zum 1.8. werde ich diesen Blog hier einstellen und nur noch auf depotblog.de bloggen. Derzeit befindet sich die Seite im Aufbau, aber es schadet nicht sich die URL zu merken 😉

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Responses

  1. Ja, long ist wohl wieder angesagt, Ziel : 50/200er. Ab da ist aber wieder vorsicht angesagt.


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