Verfasst von: turboluke | 6. Juni 2010

Anschnallen!

Denn ein Crash liegt im Rahmen der Möglichkeiten. Leider. Ja, leider. Ich habe lange gezögert mit diesem Posting, aber letztendlich habe ich mich entschlossen ihn doch zu bringen, denn obwohl es ein Leichtes ist sich mit diesen Calls lächerlich zu machen, gibt es einige stichhafte Indizien:

Leider muss ich eine deutliche Warnung aussprechen. Fällt das Low von 1040 am Montag gibt es nur noch eine theoretische Chance den Tag ohne Panikverkäufe zu beenden. Wir haben eindeutig wieder Bärenterrain betreten. Mein Trading wird auf Bär umgestellt, d.h. von nun an heißt es die Highs zu shorten. Dazu zwei Charts.

1. NYA200R ist wieder unter 50% – Die Zeiten, als mehr als 50% der Aktien unter ihrem 200-Day Moving Average notierten, waren Bärenmärkte. Man sieht eindeutlig im Chart, dass in den vergangenen Wochen rund um die 50% Marke gerungen wurde. Der Kampf ging aus Sicht der Bullen mit dem Freitagsverlauf verloren.

Hier der Vergleich: 2006-2009:

2. Im NYMO hat sich auch in den letzten Wochen kein Bulle mehr blicken lassen. Bei der 0-Linie gab es wieder was vorm Deckel

3. Der VIX kann sich über der entscheidenen Marke von 30 halten. Alle Bunnenmarktkorrekturen waren spätestens dort zu Ende, schön zu sehen 2007 oder Anfang 2008. Diesmal locker drüber gehüpft, und beim Versuch wieder runter zu kommen könnte man fast auf die Idee kommen, dass die 30 nun Unterstützung sind (was natürlich Schwachsinn ist…)

Jap. Nicht nur deshalb glaube ich, dass der Bär aus seinem Winterschlaf erwacht ist und mit einem Bein auf dem Börsenparkett steht. Für den Start der kommenden Woche aber – und dabei bleibe ich, heißt es aufpassen, denn es gab am Freitag keine Gegenbewegung nach oben, im Gegenteil. AntiLemming formulierte es treffend: „Elliott wäre beleidigt“.

Hier ist jedenfalls was im Busch wenn ihr mich fragt. Ich werde für den Fall der Fälle wieder meine Stopp Entry Order absetzen, um meine shorts prozyklisch weiter aufzustocken um überpropotional dabei zu sein wenn es scheppert. Falls es anders kommt, soll’s mir auch recht sein, denn so gewinnen wir immerhin alle, denn auf einen neuen Bärenmarkt sind denke ich mal die wenigsten vorbereitet. Vielleicht kommt er aber auch gerade deshalb – wer weiss. Die Buy-the Dips Methode ist jedenfalls passé wenn ihr mich fragt. Ich denke, jeder der stumpf den erfolgreichen Handelsstil von 2009 weiter fährt wird sich nun ein blaues Auge holen. Der Markt hat sich verändert und der gute Trader sollte sich spätestens jetzt darauf anpassen.

Eine gute Woche trotzdem! Ich habe übrigens auch die PTR-Seite wieder aktualisiert…

TL

PS: Die Woche wird alles. nur nicht „slowly, slowly“ 😀

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Responses

  1. Turbo,

    ein Crash liegt immer im Rahmen der Möglichkeiten. Der Markt ist technisch und moralisch angeschlagen, was aber notwendig und immer mit einer Korrektur bzw Entscheidungsfindung einhergeht. Starke Tagesbewegungen sind hier typischerweise gerade keine Indikation für einen Change des übergeordneten Trends. Ich finde, Du legst dich zu schnell fest. Vor ein paar Tagen noch sahst Du die Korrektur beendet…

    Fill

  2. Hi Luke,
    für mich ist das momentan eher ein Seitswärtsmarkt mit großer Range. Crashgefahr sehe ich nicht.

    Ivan

  3. Hi Luke,

    es sind noch im oberen Bereich die Gap´s um 6155 – 6180 und das bei 6224.
    Ich sehe derzeit noch das ran strömen von Marktteilnehmern, die auf diesem Niveau einsteigen wollen, weil sie glauben es geht nicht weiter runter.

    Gruss
    Heiko

  4. Fill. Richtig. Die Korrektur schien tatsächlich beendet, und ich war wie gesagt auch schon long investiert. Nur hat der Markt gedreht und ich habe die Erfahrung gmacht, dass es nicht verkehrt sein kann seine Meinung zu überdenken. Würde ich wissen, dass es kracht, würde ich mein Hab & Gut verkaufen, zur Bank gehen Kredit holen und volles Rohr gehebelt short einsteigen. Die Wahrheit ist, ich weiss es nicht, ich kann wie wir alle nur abwiegen.

    Die Bedenken, die gegen short sprechen, d.h. Argumente für einen Boden habe ich größtenteils im letzten Posting dargelegt. Der Ausverkauf ist auf eine gewisse Art auch bullish. Aber einen Ausverkauf in der Form hat es nun mal auch noch nicht gegeben, deshalb auch wiederum gleichzeitig Bedenken der bullishen Argumentation zumal wir lächerliche 15 Punkte vom wichtigen Low bei 1040 weg sind. Die Bereitschaft zur totalen Aufgabe der bullishen Positionenen ist es, die mich irritiert.

    Schauen wir uns die nächsten 3 Tage an was die Bullen drauf haben. Mein Stopp liegt bei 1087 im Future. Genau 3 Tage bekommen sie von mir für den Start einer Gegenbewegung.

  5. Vielleicht noch ein Satz. Um richtig zu liegen, brauche ich eine flache Bewegung, leicht aufwärts. Ähnlich wie beim Euro, bevor er abschmierte

  6. Wir waren heute schon sehr nah an der 1040. Spannend…


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