Verfasst von: turboluke | 10. Mai 2010

Die Wahrheit liegt im Euro

Was für verrückte Zeiten. Halleluja! Was soll ich sagen…!? Es gibt so viel, aber es ist schon spät, deshalb fasse ich mich kurz:

Ich sehe derzeit 2 Optionen. Die erste ist die Folgende: Wir haben mit dem Crash die Welle B gesehen und befinden uns seit heute im ersten Teil von Welle C, die uns zu neuen Hochs führt. Die zweite Möglichkeit wäre das Gegenteil. Auch hier erwarte ich im Bereich 1170-1180 einen Turn, diesmal nachhaltiger, bis Bären wieder das Ruder übernehmen und neue Tiefs besorgen. Der Crash vom Donnerstag wäre lediglich Welle 1, das Top käme im Bereich 1170-1180, und Welle 3 wäre eine für die Geschichtsbücher. Bis sie aber startet müssen noch einige Tage der Korrektur vergehen und die geht mir etwas zu steil und zu schnell derzeit aus Bärensicht.

Ich kann mich daher für keine der beiden Optionen festlegen, gebe aber Folgendes zu bedenken: Bisher habe ich solche extremen Schwankungen nur in Bärenmärkten erlebt. Der Anstieg heute ist zudem aus technischer Sicht ein Stück weit ungesund, da er ein Monster-Gap aufgerissen hat und im Tagesverlauf lediglich seitwärts tendierte. Ich glaube daher, dass dies ein short-Squeeze war, und sich die Käuferseite in den nächsten 2-3 Tagen erst zeigen muss. Bullen sind jetzt zwar im Vorteil, was ihnen aber ein Strich durch die Rechnung machen kann ist der Euro:

Wie man deutlich sieht, schloss dieser heute nicht nur rot, sondern befindet sich genau dort wo er am Freitag war. Man könnte auch sagen, die geplante Marktmanipulation der Politik wirkte nur kurzzeitig. Die bösen Spekulanten bekamen heute wieder eine wunderbare Steilvorlage um Geld zu verdienen. Welch eine Bewegung! Man bedenke, dass das Währungspaar heute bis 1,31 schoss und nun fast 4 cent tiefer stürzte. Das sind Bewegungen, die man nur alle Paar Jahre sieht. Ich bin sicher, dass sich heute man einer eine goldene Nase verdienen konnte und wir sollten der Politik dankbar dafür sein. Das Brisante ist und bleibt: Lediglich 2ct Fehlen noch bis zur nächsten Abwärtslawine. Wenn das passiert, geraten die Märkte wieder unter massiv Druck, und die Politik steht mit leeren Händen da.

Ich will aber noch eines loswerden, weil es mir wichtig ist und weil es mich aufgeregt hat heute: Das Thema Zertifikate und Emittentenrisiko. Wie ihr wisst handle ich sowohl US als auch DE-Märkte. Am Freitag kurz vor Handelsschluss beschloss ich wie immer zum Wochenausklag kasse zu machen. So wurde mein Long-ETF auf den VIX (VXX) um 21.30Uhr verkauft, nahe Top, völlig problemlos wie auch nicht anders zu erwarten.

Im DE-Depot wollte ich die Hälfte von meinen Short-ZERTIFIKAT auf den SPX (Emitent Dt.Bank) loswerden, schaut mal -> hier <-: Verkauf abgeleht, mehrmals, grundlos. Das erinnerte mich direkt an die heißesten Tage in 2008/2009. Die Zeit der „technischen Pannen“, „Serverprobleme“ bei den Banken u.s.w., just zum Augenblick als die KO’s nahe waren. Der Umstand hat mich gemessen an den Schlusskursen von Freitag und heute schlappe 1000€ gekostet im DE-Depot. Bald soll Schluss sein mit dem Schrott. Es wird Zeit für Futres, weg von der Willkür der Banken, aber dafür brauchts noch etwas Schotter. Bis die Tage!

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Responses

  1. HI Luke,
    mir erging es ähnlich…ich saß beim MiniCrash direkt vor dem Laptop..wollte verkaufen..und nix…Es wurde mir kein Preis angezeigt..und Verkauf abgelehnt..
    Wie verhält es sich mit Futures ? Wie handelt man diese ?
    Ich habe mich nach einem CFD Anbieter umgesehen und möchte zum teil umsatteln..
    Hatte jemand mit CFD Verkauf an dem besagten Tag Probleme gehabt ?

    Gruß

    CN

  2. Hallo Luke,

    sehr gute Beiträge wieder von Dir. Du hast doch einen Umstieg auf eine eigene Page angekündigt. Wird noch was daraus ?

    Ivan

  3. Sieht schon wieder alles sehr bullish aus….

  4. Hi Ivan.
    Der Umstieg auf die DE-Domain dauert noch etwas. Ich musste ihn verschieben. Derzeit habe ich Urlaub und arbeite an der Wohnung. Aber keine Sorge. Der DE-Umstieg ist und bleibt beschlossen. Die Frage ist nur wann, denn ich möchte Einiges ändern

  5. Hi Cnutz,
    du kannst Futures über größere Broker handeln, aber auch einige Forex-Broker bieten das an. Ich habe heute ein Demo-Konto bei einem der Broker eröffnet und bin von den Möglichkeiten begeistert. Z.B. kannst Du Stopps direkt im Chart abgeben, IF-done Order abgeben, d.h. Limit Order und wenn ausgeführt, direkt den Stopp und/oder Verkaufslimit. Super Sache.
    Das Beste aber: Es werden auch Micro-Lots angeboten auf den S&P500 Future. D.h. ein Punkt kostet nur 10€ und das passt zu meinem Handelssystem, denn meine Stopps werden selten 20 Punkte tiefer gelegt, was einem max. Risiko von 200€ entspricht. Ich denke, dass ich noch diesen Monat den Umzug zum neuen Account vollziehe und nur noch Futures handeln werde zumal der Spread viel geringer ist und die Willkür des Brokers deutlich eingeschränkt


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