Verfasst von: turboluke | 14. März 2010

Ausblick auf KW11

Die Woche des großen Hexensabbats steht bevor, deshalb wird es ganz besonders interessant werden. In den vergangenen Jahren tauchten im März (neben Sept./Okt.) häufig wichtige Turning-Points auf. Ich habe ein Paar im folgenden Chart markiert:

Kurzfristig betrachtet schein die Luft raus, das hatte ich bereits zuvor angedeutet. Interessant dabei ein kleines Modell von mir zum Thema Black-Bar am oberen Bollinger. Schaut selbst wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass kurzfristig eine Korrektur bevorsteht

Trotz allerdem muss man fest halten, dass jeder short Einstieg äußerst riskant ist, da die Bewegung der vergangenen Wochen sehr, sehr bullish ist. Sie erinnert mich irgendwie an den Start der Bewegung seit März 09 als jede technische Widerstandsmarke schlicht weggekauft wurde. Eine überkaufte Sitaution hat durchaus bullischen Charakter, manchmal.

Ich habe zudem schlicht keine Antwort darauf warum es abwärts gehen sollte. Es fehlt eine meinungsverändernde Nachricht, die Anleger nervös machen lässt. Die fundamentalen Gegebenheiten sind heute nicht großartig anders als vor einem Jahr, das Sentiment aber zu 100% verschieden. Doch hier zeichnet sich meiner Meinung nach langsam aber sicher ein Abgang der Bullen an. Die heutigen Punktestände scheinen für immer mehr Marktteilnehmer zu ambitioniert bewertet, wie der folgende Chart zeigen soll. Vor einem Jahr gab es weniger Bären im März am Tiefpunkt (im Vergleich zum Crash im Oktober ’08), heute gibt es weniger Bullen am Top im Vergleich zum tieferen Top im Oktober ’09. Ich halte dies für sehr beachtenswert!

Auch das Verhältnis des Aufwärtsvolumens am Gesamtvolumen hat heute Stände erreicht, die auf einen nahen Umkehrpunkt schießen lassen:

Sehr spekulativ alles natürlich… Aber mit dem Trend gehen scheint mir wohl schwerer zu fallen und wär ja auch zu langweilig ;-))

In diesem Sinne! Eine angenehme nächste Woche und viel Spaß beim Tanz mit den Hexen

By the Way: Der Fund der Woche ist für mich dieses Interview mit Kostolany aus dem Jahre 1998. Sehr lesenswert!

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Responses

  1. Das Ding ist, daß es ab März oft ein Aufwärtstrend bis ca. Mai war..also könnte man ebenso vermuten, daß es nach einer kleinen! Korrektur aufwärts geht…bis ca. Mai..und dann erstmal wieder langsamer…
    Ach, das Interview mit Kostolany..echt top!

  2. André Kostolany starb im September 1999, ein halbes Jahr vor dem Crash des Neuen Markts. Gerhard Schmid meldete Anfang 2003 Privatinsolvenz an. (siehe Link)

  3. Kommentar 2 musste leider gelöscht werden. Bitte Euch wenigstens ein Pseudonym anzugeben.

    Es ist sehr schade, dass der alte Kosto nicht mehr unter uns weilt. Seine Meinung würde mich auch sehr interessieren. Mein Bauchgefühl will mir sagen, dass er sich heute nicht besonders positiv über die Märkte auslassen würde. Wer weiss…


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