Verfasst von: turboluke | 14. Dezember 2009

Explosives Setting

Wie die meisten meiner Leser wissen, bin ich eigentlich lieber auf der short Seite unterwegs. Die Bewegungen sind erratisch, d.h. heftig und voller Panik und so lässt sich an diesen Absackern prächtig verdienen. Deshalb schaue ich normalerweise eher nach short-Gelegenheiten. Damit habe ich in 2008 hervorragend verdient. 2009 dagegen war der Kopf trotz klarster bullisher Anzeichen nicht früh genug umgestellt und so habe ich leider von der Rallye viel zu wenig profitieren können.

Die Fehler waren schnell erkannt. Wenn eine Richtung stets richtig ist, ist es extrem schwierig zu glauben, dass plötzlich genau das Gegenteil angesagt ist. Und so malt sich der Kopf eigene Bilder. Wir sehen das was wir sehen wollen und das ist leider viel zu oft fernab der Realität. 

Als Maßnahme habe ich beschlossen wieder zurück zum Systemhandel zu kommen. Diese Stufe hatte ich eigentlich schon abgeschlossen. Ich fühlte mich erfahren genug um „mit dem Auge“ handeln zu können. Doch das war ich nicht – wie ich leidvoll wenig später feststellen musste. Im März bin ich zwar einen Tag vor dem endgültigen Low, am 8.3., long gegangen und konnte die erste Bewegung wirklich gut erwischen. Mehr als 100 Punkte im S&P waren verbucht. Was folgte waren vergebliche Short-Versuche und ein Verbrennen der hart erkämpften Punkte. Nach und nach… Schnell stand der Beschluss fest: Das soll mir kein 2. mal passieren und so begann ich mit den Hausaufgaben…

Heute, just als der S&P500 am 52-Wochen Hoch schließt, 4 grüne Tage abgespult hat und keine Übertreibungstendenzen zeigt, bin ich long und schaue nicht nach short Gelegenheiten. Das ist der Unterschied. Das ist der Fortschritt. Die Signale, die ich habe, sind völlig klar und brauchen keine zweite Meinung. Wir haben die Tore nach oben nun offen! Das Kursmuster verdeutlicht klar:  Weit und breit ist immer noch kein einziger Bär in Sicht. Die Bären scheinen tatsächlich einen Winterschlaf zu halten, also lohnt es sich zurück zu lehnen, den Ticker abzuschalten und die Hausaufgaben zu erledigen: Schauen wir uns also mal Märkte an, die ein möglichst ähnliches Jahreskursmuster vorweisen können und schauen wir, inwieweit sich daraus Schlüsse ziehen lassen können:

1. Der Jahresverlauf des S&P500 entspricht zu 75% dem von 2003 und zu 63% dem von 1982 (da hab ich noch in die Windeln gemacht… ;-))

Der erstaunlich ähnliche Jahresverlauf 2003 vs 2009, Quelle: www.mrci.com

1982 war der Anstieg sogar noch explosiver, trotzdem gibt es insg. 62% Kursähnlichkeit

Worauf will ich hinaus? Beide Jahre waren genau wie dieses sehr bullish, also lohnt es sich einmal zu schauen wie die Märkte in Dezember und Januar abgeschnitten haben damals. Hier einmal der S&P500 von 2003 und von 1982:

Deutlich zu sehen: Die „explosionsartige“ Aufwärtsbewegung, begann am 15.12.2003

Auch 1982 konnten die Märkte trotz vollzogener 6-monatiger  Aufwärtsbewegung weiter zulegen.

Also frage ich mich: Warum soll das diesmal anders sein?? Darauf habe ich schlicht keine Antwort. Deshalb ist die long Positionierung aus meiner Sicht derzeit die einzig richtige!

Eine angenehme Woche noch!

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