Verfasst von: turboluke | 26. August 2009

Distributionszeit

In einem hervorragenden Artikel beschreibt Jochen Steffens genau das, was wir derzeit wieder an den Aktienmärkten beobachten können: Distribution. Zitat:

Diese institutionellen Anleger verwalten Summen, die man nicht auf einmal auf den Markt werfen kann, ohne den Markt unerwünscht heftig zu beeinflussen. Die verbliebenen Anleger hätten nicht genug Kapital zur Verfügung, um zum Beispiel bei einem Verkauf alle die Wertpapierverkäufe zu kompensieren. […] In normalen Märkten kann man diese Stopp- und Wendemanöver der Supertanker unter den Investmentvermögen anhand der Charts erkennen.

Das Beispiel der Supertanker gefällt mir sehr gut, es trifft die Sache auf den Kopf. Natürlich darf ein Abstoßen der Papiere, wie es Steffens beschreibt nicht sonderlich auffallen. Was ist zu tun? Zunächst wird die Werbetrmmel mit abenteuerlich hohen Kurszielen gerührt und die Nachfrageseite zu erhöhen. Erst mit einer erhöhten Nachfrageseite lässt sich das Angebot anpassen ohne dass die Kurse fallen. Und falls erkannt wird, dass die Nachfrageseite versiedet, kurbelt man sie durch Käufe selbst wieder an und so bleiben die Kurse oben und „zicken“ für den Kleinanleger völlig unberechenbar hin und her. Tradet man auf Tagesschluss oder auf 60min-Basis, sollte man sich in diesen Phasen raus halten. Das tue ich mit meinem Depot derzeit. Man kann in solchen Phasen eigentlich nur verlieren so lange man nicht intraday handelt.

spx_tt

Was hilft ist eine prall gefüllte Tüte Popcorn. Eine Schippe Gelassenheit, die man braucht um sehen zu können wann ein Muster kommt, nach dem man Ausschau hält. Sind keine vorhanden hat man sich rauszuhalten. Man verpasst höchtens Tradingverluste…

Was man in solchen Phasen auch wunderbar beobachten kann, ist das Brechen von kurzfristigen Highs und Lows um direkt wieder abzudrehen. „Marketmaker“ kaufen den Markt hoch bzw. runter um SL-Ausführungen abzufischen. Wie gesehen am gestrigen Dienstag, als im SPX kurz 1037 erreicht wurden um gleich danach wieder abzudrehen.

Mit etwas Erfahrung kann man solche Phasen wunderbar allein an Chartverläufen und Volumen erkennen. Man sollte nur nicht den Fehler machen sein Glück herauszufordern und versuchen das Top zu handeln. Von 10 Versuchen geht’s zwei mal gut, bei den anderen hat man sein Konto vor die Wand gefahren.

Geduldig warte ich nun auf die kommenden Signale. Es werden short-Signale sein, das sagt die Ratio SPX:BPSPX.

ratio_bpspx

Ein Swing-Tradingsystem wie meines verdient das Geld an zwei bis drei großen Bewegungen im Jahr. Die muss man erwischen. An Topbildungsphasen wie derzeit sollte man die Coins vom Tisch nehmen und die großen Spielen lassen. Ich komme dazu wenn das Kräfteverhältnis klar ist. Ein Tiger wird immer das Tier in der Herde schnappen das lahmt. So ist auch mein Tradingansatz

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Responses

  1. Der Artikel klingt interessant, aber der Link funktioniert nicht. Könntest du den überarbeiten?

  2. Oh ja. Danke für den Hinweis. Sollte nun gehen

  3. Danke 🙂
    Der Bericht ist definitiv lesenswert.


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